Futura. Eine unserer Lieblingsschriften.

Futura Book
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Futura Bold
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Futura wurde von Paul Renner entworfen und 1927 nach mehrjähriger Arbeit veröffentlich. Sie war Renners erste Schriftentwicklung und entstand im Auftrag, eine moderne Gegenwartsschrift zu erschaffen. Futura wurde stark von den römischen Monumentalschriften (Capitalis monumentalis) beeinflusst, was sich auch in ihrem lateinischen Namen widerspiegelt.

Die Buchstabenformen der serifenlosen Schrift entsprechen einer starken Reduktion auf die geometrischen Grundformen Rechteck, Dreieck und Kreis, weshalb auch der Schriftcharakter stark konstruiert und statisch wirkt. Sie wird deshalb als geometrische Grotesk klassifiziert.

Paul Renner hatte die Schrift ursprünglich mit vielen ungewöhnlichen Buchstabenformen versehen. Das gemeine n beispielsweise, war lediglich ein nach unten geöffnetes Quadrat, das gemeine r war nur ein Strich mit einem rechts daneben stehenden Punkt. Diese für den Betrachter ungewohnten Formen wurden schnell durch gewöhnlichere Buchstabenformen ersetzt. In manchen Versionen der Schrift sind sie heutzutage als Buchstabenalternativen zu finden. Paul Renner selbst hatte Gefallen an diesen Formen und hielt zeitlebens daran fest.

Die ursprünglich geometrisch konstruierte Schrift wurde in ihrem langen Entstehungsprozess so verändert, dass sie nun den optischen Eindruck einer geometrischen Konstruktion vermittelt. Tatsächlich wurden viele optische Effekte, die Paul Renner ursprünglich ignoriert hatte, korrigiert; so zeigen seine ersten Entwürfe beim versalen A und beim versalen H genau mittig liegende Querbalken. Diese wirken aber optisch zu tief und wurden daher leicht nach oben verschoben, so dass sie nun optisch mittig stehend wirken. Diese aus heutiger Sicht fast laienhafte Ungenauigkeiten sind möglicherweise Renners bis dahin fehlender Erfahrung im Entwerfen von Schriften geschuldet.

Nach ihrem Erscheinen verbreitete sich Futura schnell national und international und wurde zu einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Schriften. Sie wird heute noch vielfach verwendet und inspirierte andere Schriftentwerfer zu unzähligen Nachbildungen.

Wie bei vielen Schriften deren Entstehung vor der Jahrtausendwende lag, enthielt die Futura ursprünglich nur wenige Zeichen. Das @ wurde später ergänzt und fügt sich nicht in das übrige Erscheinungsbild. (Mehr dazu unter Problemkind Klammeraffe.) Ligaturen wurden dafür von Paul Renner sehr ausführlich bedacht. Hierin zeigt sich sein besonderer Perfektionismus, ein auf die deutsche Sprache optimiertes Satzbild zu erzeugen.

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