Verfasst am 10. 10. 2014, aktualisiert am 17. 11. 2016.

Hace1900-Font. Redigitalisierung einer Schrift.

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Für den außergewöhnlichen Abreißkalender hace1900 wurde die für ihn entwickelte Jugendstilschrift redigitalisiert und um einige Zeichen und Funktionen erweitert.

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Über den Schöpfer Hubertus Carl Frey.

Hubertus Carl Frey war einer der bedeutendsten Stuttgarter Grafikdesigner der letzten 100 Jahre. Obwohl er bereits seit über 10 Jahren verstorben ist – nämlich 2003 – haben sich bis heute einige seiner Arbeiten erhalten. So ist beispielsweise das UHU-Logo auf ihn zurückzuführen, das Logo von Kärcher oder das von LOEWE. Er nannte sich »hace«, abgeleitet von den beiden Anfangsbuchstaben seiner Vornamen.

Hubertus Carl Frey.

Abbildung: Hubertus Carl Frey. © www.hace1900.de

Der Abreißkalender hace1900.

Abbildung: Der Abreißkalender hace1900. © www.hace1900.de

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Abreißkalender und Jugendstilschrift.

Ein Blick hinter die Kulissen genügt um festzustellen, dass die Charleston grundlegend falsch aufgebaut wurde.

Ein Blick hinter die Kulissen genügt um festzustellen, dass die Charleston grundlegend falsch aufgebaut wurde.

Ein besonderes Werk von hace ist ein Abreißkalender, den er vor über 45 Jahren entwickelt hat. Der sogenannte »hace1900«. Er wird heute noch jährlich produziert und verkauft.

Als Schrift wird im Kalender die Charleston verwendet, welche hace vor vielen Jahren aus der Radium heraus entwickelt hat. Wer im Internet nach der Charleston sucht, wird auch schnell fündig werden, kommt bei der kostenlos verfügbaren Schrift aber eben so schnell ins Grübeln, da sie sehr merkwürdige Proportionen aufweist.

Im Vergleich mit einer Originalskizze von hace fällt auf, dass es sich hier nicht um die von ihm entworfene Schrift handeln kann. (Vielen Dank für die Hilfe bei der Suche an Jens Sautter.) Die Internet-Charleston weist starke Kanten auf und ist viel zu groß angelegt, so dass die Buchstaben die in der Schrift definierte Ober- und Mittellänge bei weitem überragen. Ein Blick in die Schriftsoftware bestätigt dies. Dazu kommt, dass in haces Skizzen weitere Zeichen enthalten sind, die wir in der Internetschrift nicht vorfinden. Es kann sich also nicht um das Original handeln.

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Die Redigitalisierung der Schrift.

Für den Kalender und sämtliche Werbematerialien online als auch offline wurde deshalb die Charleston anhand der Originalskizze von hace und den vorhandenen Klischees aus dem Letterpress neu interpretiert und digitalisiert. So entstand die hace1900-Font. Die einzelnen Lettern haben dabei etwas Feinschliff erfahren und wurden um weitere Zeichen ergänzt. Das Kerning wurde überarbeitet, damit in der eng laufende Schrift keine optischen Löcher entstehen können.

Die dem Jugendstil nachempfundene Schrift ist natürlich nur für Titel geeignet. Sie ist eine Headlinefont.

Der Kalender kann auf www.hace1900.de bestellt werden. Auf dieser Website wird auch die hace1900-Font in Überschriften eingesetzt.

Mehr Informationen zu hace, seinem Leben und Wirken sind auch auf Wikipedia zu finden unter https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_Carl_Frey

hace1900-Font und Charleston im Vergleich.

Abbildung: hace1900-Font und Charleston im Vergleich.

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